KOSTENLOS & SCHNELL WELTWEIT ~ 5 STAR KUNDENDIENST

Die Geschichte des Handschuhs

Handschuhe - seit der Urzeit angesagt
Vom belastenden Handschuh in der Geschichte Herodots bis zu den anspruchsvollen Handschuhen auf heutigenLaufstegen: Der edle Handschmuck war schon immer Teil der Welt wohlhabender und spannender Leute.

Die frühen Tage des Handschuhs
Manche Übersetzung von Homers Odyssee beschreibt Laertes, wie er in seinem Garten Handschuhe trägt um sich nicht an den Brombeersträuchern zu pieksen.
In der Geschichte Herdots wird Leotchydas durch einenStulpenhandschuh belastet, der ihm zur Bestechung mit Silber gefüllt wurde.
Plinius der Jüngere schrieb, dass der Stenograph seines Onkels im Winter Handschuhe trug um die Arbeit des älteren Plinius nicht zu erschweren.
Und natürlich trugen einfache Leute Handschutz als Schutz vor den Naturgewalten.

In der Religion
Als Bischöfe begannen während der Kommunion Handschuhe zu tragen, wurden Handschuhe Teil des religiösen Rituals.
Bis in das zehnte Jahrhundert kann zurück verfolgt werden, dass Leute glaubten Päpste, Kardinale und Bischöfe trägen Handschuhe um ihre Hände für heilige Taten sauber zu halten.
Eine andere geschichtliche Theorie besagt, dass Handschuhe im Fränkischen Königtum als Zeichen von Prunk etabliert wurden.
Das Tragen von Handschuhen sprang dann über nach Rom, wo liturgische Handschuhe erstmals in der ersten Hälfte des elften Jahrhunderts auftauchten.

Queen of Holland Maxima, wearing leather gloves

Zeremonien
Könige begannen Handschuhe für bestimmte Zeremonien zu tragen, und später als dekorative Accessoires um ihren Luxus zur Schau zu stellen.
Matthäus Paris berichtete, dass Heinrich II. von England den Handschmuck so liebte, dass er im Jahr 1189 mit Handschuhen beigesetzt wurde.
Als König Johann Ohnelands Grabmal 1797 geöffnet wurde, fand man ihn mit edlen Handschuhen - genau wie bei König Eduard I. im Jahr 1774.

Frühe Mode
Im 13. Jahrhundert wurden Handschuhe endültig ein Zeichen für Eleganz und Status von Königinnen. Oft waren die Handschuhe aus Seide oder Leinen, und reichten bis zum Ellbogen.
Als Königin Elisabeth im 16. Jahrhundert ihre Handschuhe reich mit Juwelen besetzen und verzieren ließ, setzte sie damit einen neuen Trend.

Die Entwicklung von Handschuhen vom 12. bis zum 16. Jahrhundert
Auch wenn wasserfeste Fäustlinge schon vor dem europäischen Mittelalter bekannt waren, wurden Handschuhe erst zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert zum unentbehrlichen Mode-Trend in Europa und auf den Britischen Inseln.
Die ersten Handschuhe gab es in zwei Varianten: Mit drei oder fünf Fingern.
Handschuhe mit drei Fingern waren die Handschuhe von Arbeitern; Frauen trugen sie nicht.

Im Luttrel-Psalter aus dem frühen 14. Jahrhundert ist eine Zeichnung eines Hochzeitspaares mit Handschuhen zu finden. Interessant: Nur der Mann trug Handschuhe.
Eine ähnliche Version mit Fellbesatz ist auch 100 Jahre später in dem Gemälde "The Nativity" von Robert Campin abgebildet.

Im englischen Fairhold's Costume wurden Handschuhe mit drei Fingern als "country man's gloves" bezeichnet, also als die Kleidung von Bauern.
Laut dem Buch "Dress in the Middle Ages" beweisen alte Rechnungsbücher, dass Handschuhe aus Schafleder von Maurern und anderen Arbeitern getragen wurden um sich vor gefährlichem Werkzeug und ätzenden Mitteln zu schützen.
Handschuhe mit fünf Fingern wurden ebenfalls gelegentlich von Männern der Arbeiterklasse getragen - von deren Frauen aber nicht.

Es gibt nur wenig Abbildungen von Frauen vor dem 15. Jahrhundert, die fünf-fingrige Handschuhe tragen.

In einer Beschreibung von Kleidung im Irland des 13. Jahrhunderts ist davon die Rede, dass "Handschuhe und spitze Schuhe" von denen getragen wurden, die sie sich leisten konnten.
Jagdszenen in früheren Jahrhunderten zeigen öfters Schutz-Handschuhe aus schwerem Leder, die bis über das Handgelenk reichen und mit Quasten verziert sind. Die frühen Jagd-Handschuhe ähneln stark den Handschuhen von heute.
Im Laufe des 15. Jahrhunders wurden Handschuhe ein modisches Accessoire für Männer, sowie für Frauen.
Während der 1400er und 1500er Jahre hatten Handschuhe gerne schlichte Designs, wie es das Gemälde "The Family of Uberto de' Sacrati" zeigt. Auf dem Bild trägt eine Dame Handschuhe mit abgeschnittenen Fingerspitzen. Der Gentleman trägt nur einen einzelnen Handschuh.
Im 16. Jahrthundert wurden Handschuhe ein hochmodisches Accessoire. Die Handschuhe wurden damals gerne verziert. Typisch waren dafür Edelsteine, Perlen, Riemen, Stickereien, Anhänger, Schleifen und aufwendige Ärmelstulpen.

Handschuhe und das Königtum
Hochrangige Geistliche sind ebenfalls oft mit Handschuhen abgebildet. Beliebt waren dünne, weiße Lederhandschuhe mit Quasten, Stulpen und vereinzelt Glöckchen.
Die meisten Abbildungen zeigen Handschuhe mit langen Stulpen für zeremonielle Zwecke, aber auch kurze Handschuhe sind zu sehen.
Nachdem Arbeiter, Jäger und der Klerus Handschuhe für sich entdeckt hatten, wurden sie ein Symbol für den Rang von Königen.
Die Skulptur auf dem Grabe Heinrich II. in der Abtei Fontevrault in Frankreich stellt den König mit verzierten Handschuhen bis zum Handgelenk dar.
Die Sammlung des Kunsthistorischen Museums Wien beinhaltet einen Handschuh aus dem Palermo des Jahres 1220. Er ist verziert mit Gold, Perlen, Goldzellenschmelz, Edelsteinen und Stickereien.
Königin Elisabeth erfreute sich einer Garderobe mit vielen Paaren Handschuhen. Manche waren gestrickt, und manche parfümiert. Auch König Heinrich VII. nannte eine Handschuh-Sammlung sein Eigen, die einige reichgeschmückte Stücke beinhaltete.

Reich an Geschichte, sind Handschuhe schon seit Jahrhunderten ein fester Teil der Weltgeschichte.

© 2015 Ines- Alle Rechte vorbehalten.